Skandinavien-Gefühle

Das Schnaken-Überlebenstraining von gestern haben wir mit einigen Blessuren überstanden. Die Stichdichte war bei Noah am größten.

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Kurz nachdem wir morgens, also um 11 Uhr oder so, den Jamelsee verlassen haben, hatten wir das Gefühl, dass wir eigentlich mal wieder baden gehen könnten – das letzte Mal war ja auch schon über drei Stunden her. Vor dem Losfahren beteten wir noch, wie üblich, für den Tag und für gute Begegnungen. Keine zehn Kilometer weiter hielten wir am Useriner See an einer Badestelle. Außer uns, nur ein älterer Radfahrer. Nach dem wässern kam Jörg mit ihm ins Gespräch: Manfred, Mitte 70, aus Neubrandenburg. Recht bald erzählte er seine Geschichte, dass seine Freundin, die ihn letzte Woche noch begleitet hat, jetzt nicht mehr dabei ist. Und dass es ihm schwer fällt, jetzt allein zu sein. Auch vieles sehr privates aus den letzten zehn Jahren mit seiner Freundin förderte er zu Tage. Dass er jetzt nicht mehr so mutig in die Zukunft gehen kann, naja, das Leben hier habe halt seine Höhen und Tiefen. Ich sagte ihm, dass ich glaube, dass Gott uns Leben schenkt, nicht nur im Hier und Jetzt, sondern, dass ich auch darüber hinaus eine tragfähige Hoffnung habe. Manfred sagte, dass er eigentlich auch Christ sei und gerade so dankbar ist, dass er mir das alles erzählen konnte, obwohl wir uns nicht kennen. Ich glaube, das Gespräch tat uns beiden gut. Gerne nahm er das Angebot an, dass wir für ihn beten werden.

Gelandet sind wir dann irgendwann am Tollensesee bei Neubrandenburg auf einem kleinen feinen Naturcamp. Beim Einchecken die Frage, warum wir nicht länger bleiben und wohin die Reise geht. Jörg sagte, dass wir noch nicht genau wissen, wo wir nach Skandinavien übersetzen wollen, evtl. mit der Fähre von Rostock. Der Mann erzählte ihm gleich ein paar Geschichten, aus der Zeit, als er noch jung war und in den 50ern in Rostock gearbeitet hat… Aber die führen hier zu weit.

Auf jeden Fall kam hier an diesem wunderbaren See jetzt schon so ein richtiges Skandinavien-Gefühl auf. Es wird wohl keine Woche mehr dauern, bis wir in Dänemark oder gleich in Schweden sind. Wir checken gerade Fähren und Preise und zum Einstieg haben wir schon mal Fisch gegrillt.

Erwähnt werden sollen aber auch die Darmstädter Helden Jannis, Stefan und Anja die heute den Honig unserer Bienen geschleudert haben!!!

Dank an Euch, wir sind schon gespannt auf den Geschmack.


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